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Gesprächsrunde zum Thema Motivation
Die Überwindung des “Ich kann nicht”
Die Stipendiaten/innen des Programms Oportunidad Educativa nahmen an einer Gesprächsrunde über Motivation teil, die von José Viera, Professor an der Universität Siglo XXI in Córdoba, angeboten wurde. Professor José Viera ist 30 Jahre alt und ein renommierter Universitätsdozent mit einer Ausbildung in den Bereichen Internationale Beziehungen, Wirtschaft und Unternehmensorganisation; er verfügt über ein großes Maß an Arbeitserfahrung (national und international), spricht 5 Sprachen und hat viele Länder bereist. Obwohl José blind ist, sah er sich beim Erreichen zahlreicher Ziele, die er sich im Leben gesetzt hat, nicht persönlich eingeschränkt.
Sein Vortrag zeichnete sich durch seine exzellenten rhetorischen Fähigkeiten aus. José teilte seine anschaulichen Lebenserfahrungen mit den Jugendlichen und gab ihnen Folgendes mit auf den Weg: „Alle Personen können das Ziel erreichen, das sie sich gesetzt haben, sie müssen nur herausfinden, wie. Das ist die Herausforderung. Chancen fallen nicht vom Himmel, man muss sie suchen und mit Verantwortlichkeit, Freude und Leidenschaft annehmen.“
Der Experte riet den Schülern/innen, hier und jetzt davon zu profitieren, dass sie die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung und Unterstützung durch das Stipendium von Oportunidad Educativa haben, gerade weil argentinische Statistiken angeben, dass von 100 Jugendlichen, die dem Alter nach eine weiterführende Schule besuchen sollten, nur 30 eingeschrieben sind und davon im Schnitt 25 den Schulabschluss machen.
José zitierte einen berühmten Satz der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Amartya Sen: „Eine Gesellschaft, die nicht integriert, verliert das Beste jedes seiner Mitglieder.“ Er erklärte den Jugendlichen, dass sie dafür kämpfen müssen, voll in die Gesellschaft eingegliedert zu werden und die Hindernisse zu überwinden, die die Gesellschaft ihnen in den Weg stellt. Es ist jedoch genauso wichtig, dass sie sich selbst keine Grenzen setzen und sich als Individuen wahrnehmen, die etwas schaffen können. Sie müssen das „Ich kann nicht“, das sie in ihren Köpfen haben, überwinden.
Am Ende der Gesprächsrunde sollten die Stipendiaten/innen die Herausforderung meistern, ein Origami zu basteln, dessen Anleitung in einer anderen Sprache geschrieben und dessen Arbeitsschritte somit nur aus Bildern ersichtlich wurden.

